banner 1 werben Sie auf mallorca-majorca.de

Fotoreisebericht - Florida - Belize - Guatemala

von Karsten Nehrenst
Mittwoch 18.01.
Wir gewohnt beginnt der Tag mit Kaffee und jagen. John Pear hat uns heute morgen verlassen. Er kann es kaum noch erwarten die großen Ruinenstätte in Guatemala zu sehen. Ein Fischer hat ihn zum Festland gefahren. Wir haben abgemacht, das er sich in Tikal, im Museum in das Besucherbuch eintragen soll, damit wir wissen wann er da war. Er ward nie wieder gesehen. Am Nachmittag besuchen wir die Fischer auf einer der Inseln. Sie leben nur einen Teil des Jahres hier. Die Häuser bestehen aus zusammengehämmerten Brettern, es gibt keine richtigen Betten und nur das nötigste. Dazwischen einige Hühner und Hunde.

Donnerstag 19.01.
Heute wollen wir nach Guatemala aufbrechen. Über nacht hat sich aber der Anker gelöst und das Boot ist auf eine Sandbank gelaufen. Die Fischer kommen uns zur Hilfe und ziehen das Segelschiff mit Seilen und einem Motorboot in tiefes Wasser. Bei mäßigem Wind und bedecktem Himmel geht es nun weiter. Wir sind alle auf Guatemala gespannt.

Freitag 10.01.
Wir können drei Länder auf einmal sehen. Honduras, Guatemala und Belize. Gegen Mittag erreichen wir Port Barrios in Guatemala. Wir hissen die gelbe Flagge und der Kapitän geht an Land. Nach zwei Stunden kommt er wütend zurück und meint die wollen 250 US$ haben, damit wir an Land können. Wir lichten den Anker und fahren nach Livingston rüber. In diesem wirklich schönen Ort geht alles ohne Probleme. Drei Offizielle kommen an Bord und mustern das Schiff, dann dürfen wir an Land. Hin und wieder tauchen bewaffnete Soldaten auf. Auf einem Dschungelpfad geht es zu einer kleinen Baracke. Hier werden ein paar T-shirts übergeben und wir bekommen unsere Stempel in den Reisepass.

Als Hotel wird uns das African Place empfohlen. Es soll sauber, sicher und günstig sein. Wir wollen ein paar Tage hier bleiben, bevor es mit dem Boot den Rio Dulce hoch geht. In Livingston leben nur 3000 Menschen Die meisten davon Schwarze. Zu erreichen ist es nur mit dem Boot, entweder von Puerto Barrios oder über den Rio Dulce. Hier geht es recht geruhsam zu. Es leben viele Schwarze hier, Reggeamusik und der Geruch von Marihuana ist überall gegenwärtig. Der Ort hat eine reizvolle Atmosphäre, am Ortsrand geht es sofort in den dichten Urwald. Geht man am Strand entlang, kommt man ein kleines Stück landeinwärts zu schönen Wasserfällen. Im Ort gibt es meist einfache Unterkünfte und Restaurants. Am Wochenende finden in den Strandbars oft Partys statt.
livingston
Mit dem Schiff in Livingston angekommen suchen wir uns erst mal eine Bleibe. Das African Place ist sauber und sicher. In Livingston ist es recht angenehm. Es geht geruhsam zu und man kann sich an das neue Land gewöhnen, obwohl es hier nicht typisch für Guatemala ist. Die Menschen, die hier leben sind überwiegend Schwarze, nur hin und wieder sieht man einen Indianer. Livingston ist von der Außenwelt nur mit dem Boot zu erreichen. Im Ort gibt es viele kleinen Bars, Restaurants und Hotels und man trifft auf viele Rucksackreisende.

Am nächsten Tag geht es zu Wasserfällen in der Nähe des Ortes. Zuerst geht es 2 Stunden am Strand entlang, dann müssen wir einige Meter durch das Wasser warten bevor es nochmal 15 Minuten in den Urwald geht. Nun erreicht man die Wasserfälle, sie sind nicht groß, so 2 - 5 Meter hoch, aber das Wasser ist klar und erfrischend. Wir haben uns Früchte mitgebracht und verbringen den Nachmittag mit Baden und Essen.

Nach drei Tagen relaxen in Livingston geht es mit dem Schiff flussaufwärts nach Rio Dulce. Die Fahrt dauert etwa 4 Stunden, unterwegs halten wir noch am Fort Castillo San Filipe de Lara aus dem 17. Jh. In Rio Dulce finden wir ein kleines, lautes und dreckiges Hotel, wo wir die Nacht ohne Strom verbringen. Wir lassen uns am nächsten Morgen früh wecken, weil wir mit dem Bus nach Tikal fahren wollen. Wir Frühstücken in einer Barake am Straßenrand, bevor es mit dem Bus losgeht.

Die erste Busfahrt in Guatemala war schon ein Erlebnis. Für ca. 200 Kilometer brauchte der völlig überfüllte Bus 6 Stunden. Die ersten 4 Stunden musste ich stehen, bevor ich mir mit 4 Leuten eine Sitzbank teilte. Das wäre nicht schlimm gewesen, wenn die geteerte Straße nicht nach einer halben Stunde aufgehört hätte. Dann ging es nur noch in halsbrecherischer Fahrt über Sand, Schlamm und Schotterstraße quer durch Berge und Dschungel. Am Nachmittag erreichten wir gut durchgeschüttelt Flores. Der Ort liegt malerisch auf einer Insel im See, mitten im Urwald. Man sieht hier schon mehr Indianer als in Livingston. Eine einfache Herberge ist schnell gefunden. Wir schlafen unter Wespennestern und die Toilette teilen wir uns mit fetten Spinnen. Mit einem gemieteten Kanu erkunden wir noch den See. Die Jugendlichen sind erfindungsreich, wir sehen einige, die auf einfachen Holzbrettern Wasserski laufen.

Am nächsten Morgen heißt es wieder früh aufstehen. Bereits um 6 Uhr morgens stehen wir auf dem Marktplatz und warten auf einen Bus nach Tikal. Noch ist alles ruhig nur langsam machen die ersten Läden auf dem Markt, der aus zusammengehämmerten Holzbrettern und Wellblechdächern besteht,auf. Wir finden eine Kneipe, wo es Kaffee, Kuchen und Milchreis gibt. Bald kommt der Bus und es geht auf relativ guter Straße nach Tikal.

Hier bei den Ruinen gibt es ein Paar Hotels und einen Campingplatz. Wir steigen im Hotel Jaguar ab. Hier schlafen wir in Zelten, am Rande des Urwalds. Ein paar Probleme stehen an. Ich habe Durchfall und die Klos hier sind eigentlich unbenutzbar, so das ich den Urwald vorziehe. Am Nachmittag besuchen wir die Tempelanlage. Vom Eingang bis zum Hauptplatz sind es etwa 20 Minuten und wir sehen etliche Affen in den Urwaldriesen. Der Hauptplatz wird von zwei Tempeln dominiert. Wir klettern den Tempel 1 hinauf. Das sah Anfangs gar nicht so schwer aus. Als ich aber oben war und die steilen Treppen hinunter sah, dachte ich, das war ein sehr großer Fehler. Die Stufen waren so steil, abgenutzt und sehr glitschig. Es fehlte ein Geländer oder zumindest ein Seil, an dem man sich festhalten konnte. Außerdem hatte ich meine alten abgenutzten Cowboystiefel an.

Nachdem wir aber doch wieder heil unten angekommen sind ging es auf den etwas vom Hauptplatz entfernten und teilweise vom Urwald überwucherten Tempel 4. Von dort oben hat man einen guten Blick über den Urwald und die anderen Tempel. Wir haben uns mit der Zeit verrechnet, denn es wird in kürzester Zeit stockfinster. Zum Glück haben wir eine Taschenlampe dabei, ohne die hätten wir die Nacht wohl bei den Ruinen verbringen müssen. Nach dem Essen im Restaurant, verbringen wir die erste Nacht im Zelt. Die vielen Geräusche aus dem Urwald machen das Einschlafen schwer. Immer wieder hört man neue ungewohnte Laute. Ach den nächsten Tag verbringen wir bei den Ruinen, bevor es mit dem Bus nach Flores geht. Von hier wollen wir mit dem Nachtbus nach Guatemala City fahren. Aber wir haben noch Zeit. Wir erkunden den Markt und baden im See, denn es ist wieder einmal sehr heiß.

seite durchsuchen
Google

werbung links

Webdesign Global Factory